THE NATURAL CIRCUS
Texts | Passive Activism

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Lars Schmidt kann vielleicht als eine Art moderner Aussteiger bezeichnet werden.
Er ist Naturliebhaber. Einige sagen er sei ein Poet.
Er wuchs in einem kleinen Dorf auf, und verbrachte die meiste Zeit draussen.
Seitdem hat er viele Hüte getragen.
Er arbeitete als Eisverkäufer, LKW Fahrer, Schauspieler für Film und Fernsehen, Küchenhilfe, Barmann, Schauspiel Lehrer, Theaterregisseur, Tango Lehrer, Filmemacher, Gärtner, Model, Schäfer Gehilfe, Musiker und Sänger, Meditations Lehrer, Türsteher oder Fotograf...
Er hat in Luxusvillas, in runtergekommenen Squats, in teuren Hotels und diversen Vans gelebt.
Das Leben von Schäfern in den Bergen ist ihm ebenso geläufig wie das Pulsieren von Metropolen wie New York, Paris, Buenos Aires oder Berlin.
Kurz: Er hat genügend die Runde gemacht, um die Absurdität modernen, zivilisierten Lebens zu erfahren und an einem bestimmten Punkt musste er gehen.

Er möchte 'Bergen und Flüssen' eine Stimme geben.
In erster Linie ihrer selbst Willen.
Aber er sagt, dass er denkt, dass das Wichtigste, was es in diesen Zeiten zu lernen gibt, von Bergen und Flüssen gelernt werden kann.

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Warum ich lebe wie ich lebe

'Da es immer wieder Diskussionen und Auseinandersetzung bezüglich meiner Lebensweise gibt - die ich verständlich finde, da sie sich wohl ein wenig von der gängigen Art und Weise Dinge zu tun und zu betrachten unterscheidet - möchte ich etwas umreissen, warum ich lebe wie ich lebe.

Ich werde versuchen es einfach zu halten und muss auch sagen, dass diese 'Art und Weise' sich auf natürliche Weise ergeben hat, durch kontinuierliches Hinhören und Nachforschen, meist ausgelöst durch Herausforderungen, die das Leben gestellt hat.
So kann es natürlich sein, dass sich meine Lebensweise ändert; Ich denke jedoch sagen zu können, dass ihr Kern, ihre Ausrichtung dieselbe bleiben wird.

Die Punkte, die ich unten nenne, sowie die Tatsache, dass ich über keine finanziellen Mittel verfüge, um mir einen Zugang zu Land oder einer Unterkunft zu sichern, resultiert in einem halb nomadistischen Lebensstil.

Grundsätzlich empfinde ich, dass ich als Mensch nicht für mich selbst lebe und arbeite, sondern als Teil all dessen was wir Natur nennen.
Somit trage ich zu Natur als Ganzes bei.
In anderen Worten: Ich bin mir bewusst, dass jede Handlung, die ich ausführe, von allem anderen beeinflusst ist und gleichzeitig auf alles andere Auswirkungen hat.

Noch einfacher: Ich bin in allem und alles ist in mir.
Dem Leben in all seiner scheinbaren Vielfältigkeit gegenüber ist da ein Empfinden von Verwandschaft und sprachlosem Staunen.
Darum lebe ich wie ich lebe.
Und das ist ebenfalls einer der Gründe, warum ich konventionelle Wege verlassen musste.
Gleichzeitig möchte ich sicherlich keine bestimmte Lebensweise vorschreiben oder propagieren, ausser vielleicht der, seinem Herzen zu folgen.

Zum Abschluss möchte ich meinen aufrichtigen und tiefen Dank aussprechen, für die Unterstützung, die Hilfe und Offenheit, die mir unterwegs begegnet ist.
Wie ich es schon häufig gesagt habe: Wenn ihr euch alle treffen könntet! Was für ein wundervolles Treffen wäre das!'