Lars Schmidt
WRITINGS

Ich, das Land

Warum ich lebe wie ich lebe

'Da es immer wieder Diskussionen und Auseinandersetzung bezüglich meiner Lebensweise gibt - die ich verständlich finde, da sie sich wohl ein wenig von der gängigen Art und Weise Dinge zu tun und zu betrachten unterscheidet - möchte ich das Ganze ein bischen zu umreissen.

Ich werde versuchen, es einfach zu halten und muss auch sagen, dass diese 'Art und Weise' sich auf natürliche Weise ergeben hat, durch kontinuierliches Hinhören und Nachforschen, meist ausgelöst durch Herausforderungen, die das Leben gestellt hat.
So kann es natürlich sein, dass sich meine Lebensweise ändert; Ich denke jedoch sagen zu können, dass ihr Kern, ihre Ausrichtung dieselbe bleiben wird.

Die Punkte, die ich unten nenne, sowie die Tatsache, dass ich über keine finanziellen Mittel verfüge, um mir einen Zugang zu Land oder einer Unterkunft zu sichern, resultiert in einem halb nomadistischen Lebensstil.

Grundsätzlich empfinde ich, dass ich als Mensch nicht für mich selbst lebe und arbeite, sondern als Teil all dessen was wir Natur nennen.
Somit trage ich zu Natur als Ganzes bei.
In anderen Worten: Ich bin mir bewusst, dass jede Handlung, die ich ausführe, von allem anderen beeinflusst ist und gleichzeitig auf alles andere Auswirkungen hat.

Noch einfacher: Ich bin in allem und alles ist in mir.

Dem Leben in all seiner scheinbaren Vielfältigkeit gegenüber ist da ein Empfinden von Verwandschaft und sprachlosem Staunen.

Damit kommt auf natürliche Weise der Wunsch zu beschützen, zu unterstützen und eigentlich auch zu dienen, sprich sich als Ganzes dem Ganzen zur Verfügung zu stellen.

Zu spüren, dass mein Tun ausbeutet, ist auf längere Sicht nicht wirklich auszuhalten.

Selbstverständlich möchte ich keine bestimmte Lebensweise vorschreiben oder propagieren, ausser vielleicht der, seinem Herzen zu folgen.

Zum Abschluss möchte ich meinen aufrichtigen und tiefen Dank aussprechen, für die Unterstützung, die Hilfe und Offenheit, die mir unterwegs begegnet ist.
Wie ich es schon häufig gesagt habe: Wenn ihr euch alle treffen könntet! Was für ein wundervolles Treffen wäre das!'